Fieldday 2018

Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse des Fieldday 2018, der, wie die Jahre zuvor auch, am Pfingstwochenende in Aalen-Niestz stattfand. Man könnte ihn kurz zusammenfassen mit den Worten "Wein, Weib und Gesang", wobei dann aber die Themen Funk, Essen, Fachsimpeln und das Wetter viel zu kurz kämen.

Der Freitag begann, wie eigentlich immer, mit dem Aufbau. Anstatt unseres tonnenschweren Mastes, den wie uns nicht wieder antun wollten, hatte Udo, DL8SO einen Hexbeam im Gepäck, den er sich für seine Ausflüge in die Toskana gekauft hatte, und dem er am Fielday die Premiere gönnen wollte. Da hier noch keinerlei Erfahrung bestand kam es natürlich zum einen oder anderen Problem und Martin, DJ6MG musste leidvoll spüren, wie es sich anfühlt, ein nach unten rauschendes Rohr mit der Hand zu bremsen. Glücklicherweise ist er ein zäher Kerl und es blieb bei einer Blase, die er dann mehr als Trophäe herumzeigte. Auch der widerspenstigste Mast gibt irgendwann auf und schliesslich stand das Ding und liess für Außenstehende sofort erkennen, welch seltsames Volk sich da versammelt hatte. Rudi, DO6RT hatte so ziemlich alles, was er an Ausrüstung so hat, dabei, und somit verfügten wir dieses Jahr über ein geräumiges Zelt mit festem Boden, mehreren Garnituren zum Sitzen, Kühlschrank, Tortenkühler, und und und. Wenn wir ihn nicht gebremst hätten, wären wohl noch eine Spülmaschine und eine komplette Küche mit eingezogen. Danke für den tollen Einsatz, Rudi!

Die diversen Wohnwägen, Zelte und Busse nahmen ebenfalls ihren Platz ein und irgendwann war der gewohnte Zustand erreicht und das nicht zu früh. Schon hatten die ersten ein Hungergefühl vermeldet, welches ansteckend war und ruck zuck hatte sich die anwesende Mannschaft ins Rössle verlagert, wo wir fürstlich und wie nicht anders gewohnt mit Bergen von Schnitzel, Salat, Beilagen und natürlich Getränken versorgt wurden. Zum Glück hatte Guido zum OV-Abend nicht viele Themen und wir konnten anschliessend recht schnell zurück zum Fielddayplatz. :-) Der Rest des Abends klang dann in gewohnter Harmonie und Gemütlichkeit aus, wie es für unsere Veranstaltungen ja mittlerweile Standard ist.

Am Samstag wurden die Übernachter mit einem Frühstück geweckt, bevor der übliche Fieldday-Alltag begann. Die einen funkten, andere beratschlagten diverse Themen und der Platz füllte sich zusehends. Zwischen Mittag und Nachmittag wurden über 40 Personen gezählt! Guido, DK1RG verwöhnte alle mit Steaks und Würsten vom Grill, welche regen Zuspruch fanden. Dank diverser Kuchenspenden konnte auch die Kaffeezeit sehr gesellig verbracht werden und das Wetter tat ein übriges. Dass sich spätabends doch noch Regen (eher ein Sturm) einfand, gehört irgendwie dazu, tat dank Zelt aber der Gemütlichkeit keinen Abbruch und der Samstag klang auch so langsam aus.

Auch am Sonntag erwartete die Übernachter wieder ein Frühstück wobei das Wetter sich glücklicherweise wieder zum trockenen entschieden hatte. Deshalb fanden sich auch wieder diverse Gäste ein die wiederum gekonnt kulinarisch verwöhnt wurden. Nebenbei wurde auch immer wieder mal gefunkt und jeder ging seinen verschiedenen Beschäftigungen nach. Der Hex-Beam zeigte sein wahres Talent, indem er auf 40m (er ist eigentlich nur bis 20m geeignet) doch ein CW-QSO bis immerhin Kassel ermöglichte. 300W Leistung stechen eben doch die eine oder andere Fehlanpassung aus. Nächstes Mal sollte man aber vielleicht dennoch die richtige Antenne auswählen...! Abends kam es dann zu erwähnten Wein, Weib und Gesang. Udo hatte zu Ehren seines dreiviertelsten Geburtstag schon vorab ein opulentes Mal angekündigt, was er dann auch verwirklichte. Käse, Wurst, Fleisch, Tomaten, Oliven, Wein und vieles mehr hatte er extra aus der Toskana eingeflogen (eher eingefahren) und er und seine Frau hatten Mühe, alles auf den Tischen unterzubringen. Gut gestärkt wurde der Jubilar dann natürlich auch mit diversen musikalischen Ergüssen verwöhnt, wobei hier Dietmar, DH2SCA und Günter, DK9GE instrumental unterstützten. Der Mann mit der Harmonika (Akkordeon) soll hier auch dankend erwähnt werden, auch wenn es sich mir entzieht, ob es sich auch um einen Funker, einen Bekannten von Udo oder gar einen Fremden handelte, der nur dem Klang folgte und mit einstimmte. Auf jeden Fall klang dieser Abend mindestens so schön aus wie die bisherigen und der letzte Fielddaytag begann, bevor der vorletzte endete.

Dank des trockenen Wetters ging der Fieldday über die vollen vier Tage bis Pfingsmontag. Auch dieser begann wieder mit dem Frühstück bevor sich der eine oder andere OV-Freund einfand. Traditionell wird vormittags abgebaut bevor man dann bei einem guten Mittagessen alles nochmals Revue passieren lässt. Da noch einiges Grillgut übrig war, fand das Essen nicht im Rössle statt, sondern es wurde direkt vor Ort gegessen. Rudi wollte sein Zelt ehe erst am Dienstag holen, so dass man hier noch gemütlich beisammen sass, bevor es dann jeden wieder in die Heimat zog.

Der Fieldday war, nicht zuletzt dank des guten Wetters, mal wieder ein voller Erfolg und stand den bisherigen in nichts nach. Vielen Dank an Alle, die auch nur irgendwie beigetragen haben. Natürlich besonders an die, die beim Auf- und Abbau geholfen haben, die Material, Essen und dergleichen beigesteuert haben, die bei der Planung beteiligt waren und auch denen, die einfach da waren. Besonderer Dank natürlich auch an das Rössle in Niesitz, welches uns wieder in gewohnter Qualität versorgt hat. Hoffentlich bleibt und Niesitz als Fielddayort erhalten, es würde sonst was fehlen.

Wer sich nochmal selbst ein Bild machen möchte, der wird hier fündig.

 

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